Innovation als Triebfeder der Entwicklung
Die BLG seit 1877 - eine fortdauernde Erfolgsgeschichte
Im Februar 1877 gründen 65 Kaufleute die BLG als „Bremer Lagerhaus-Gesellschaft-Aktiengesellschaft von 1877“. Sie wollen ihre in der ganzen Stadt verteilten Lagerräume am Wasser konzentrieren und auch den Güterumschlag zentral gemeinsam betreiben. Damit wird Bremen zu einem Vorreiter in der Hafenentwicklung.
Mit dem neuen Modell BLG erlebt Bremen als Hafen- und Handelsstadt einen starken Aufschwung. Ab 1888 übernimmt die BLG deshalb auch den Betrieb des neu gebauten Freihafens I. Bald kommen der Freihafen II, die Getreideanlage, 1953 auch die Freihäfen in Bremerhaven hinzu und in den 60er Jahren entsteht in Bremen der Neustädter Hafen.
Der Wechsel von der Sackkarre zum Hubstapler verändert in den 50er Jahren die Hafenarbeit. RoRo-Schiffe für den Überseeverkehr werden gebaut. Trailer werden im Hafen gestaut und mit Zugmaschinen über bordeigene Rampen auf die Schiffe gerollt. Bald rollt alles, was Räder hat, auf eigener Achse an Bord.
Bremen als erster deutscher Containerhafen
Mitte der 60er Jahre kommen die ersten Container über den Atlantik nach Europa. Im Mai 1966 wird Bremen der erste deutsche Containerhafen. Der Container braucht Spezialgeräte und weiträumige Freiflächen. Deshalb wird ab 1968 der Container-Terminal Bremerhaven gebaut. An der Wesermündung gibt es genug freie Flächen. Bis heute ist das Terminal auf fünf Kilometer Länge gewachsen. Bremerhaven gehört zu den Top 20 der Weltcontainerhäfen.
Anfang der 70er Jahre wird bei der BLG die Bedeutung der EDV als Produktionsfaktor gesehen. So entsteht 1973 die Datenbank Bremische Häfen und mit ihr das erste Hafeninformationssystem der Welt. Umschlagsunternehmen, Spediteure, Schiffsmakler, Ladungskontrolleure und Behörden schließen sich an. Die Grundlagen für die IT-Vernetzung sind gelegt.
Automobildrehscheibe Bremerhaven
Als Ende der 70er Jahre die japanische Autoindustrie ihre Exportoffensive startet, ist die BLG von Anfang an dabei und beginnt mit dem Bau des Auto-Terminals Bremerhaven. Heute ist Bremerhaven mit über zwei Millionen Fahrzeugen pro Jahr eine der größten Autodrehscheiben der Welt.
In den 80er Jahren zeigt sich, dass Hafenumschlag und Lagerung wirtschaftlich nicht mehr ausreichen. Hinzu kommt zunehmender Wettbewerbsdruck mit rückläufigen Erlösen. Zur Steigerung der Wertschöpfung erweitert die BLG ihre Dienstleistungstiefe. In Bremen und Bremerhaven entstehen die ersten Logistikzentren.
In den 90er Jahren brechen die Ostmärkte zusammen. Mit der Globalisierung gehen die Erlöse aus Transportleistungen weiter zurück. Beides trifft das Kerngeschäft der BLG. Doch die BLG gewinnt nach ihrer Restrukturierung mit einer globalen Strategie neue Stärke. Sie entwickelt sich zu einem internationalen Logistikdienstleiter.
Die BLG LOGISTICS GROUP arbeitet heute in den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE, CONTRACT und CONTAINER. Aus dem lokalen Hafenunternehmen ist eine internationale Logistikgruppe geworden.
In den Geschäftsbereichen AUTOMOBILE und CONTAINER ist die BLG mit ihren Beteiligungen Marktführer in Europa. Im Geschäftsbereich CONTRACT gehört sie zu den führenden deutschen Anbietern. Weltweit stellt die Unternehmensgruppe inzwischen über 14.000 Arbeitsplätze.
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